Mühlenkreiskliniken: Wo wir stehen und was das für Porta bedeutet.

Stethoskop und zwei Stapel Euro-Münzen auf einem hellen Holztisch vor einer grünen Wand

Die Zukunft der Mühlenkreiskliniken bewegt viele Menschen im Kreis Minden-Lübbecke, auch hier in Porta Westfalica. Die Entscheidung fällt auf Kreisebene. Wir möchten trotzdem transparent machen, wie wir als Grüne dazu stehen und was sie für unsere Stadt bedeutet.

Was beschlossen wurde

Am 14. September 2026 hat der Kreistag mit 43 von 59 Stimmen den Baubeschluss für die Mühlenkreiskliniken gefasst:

  • Ein neues Klinikum Lübbecker Land in Espelkamp ersetzt die Krankenhäuser in Lübbecke und Rahden.
  • Die Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen wird erweitert. Das Krankenhaus Bad Oeynhausen zieht dorthin um.
  • Das Johannes Wesling Klinikum in Minden bleibt Maximalversorger für den Kreis, auch für uns in Porta.

Die Fertigstellung ist für 2030 in Espelkamp und für 2031 in Bad Oeynhausen geplant. Das Gesamtvolumen beträgt 508 Millionen Euro. Davon kommen 178 Millionen Euro als Förderung vom Land NRW und 30 Millionen Euro aus der Baupauschale. Rund 300 Millionen Euro werden über Banken finanziert.

Seit dem Beschluss wird weiter diskutiert, und es wurde ein Bürgerbegehren beantragt.

Warum unsere Kreistagsfraktion zugestimmt hat

Unsere Grüne Kreistagsfraktion hat den Neubauplänen zugestimmt. Seit 2018 wurden sieben verschiedene Szenarien für die künftige Krankenhausstruktur geprüft.

„Die bestehenden Gebäude stoßen medizinisch, technisch und wirtschaftlich an ihre Grenzen. Moderne Medizin braucht moderne Strukturen: für Patient*innen genauso wie für die Beschäftigten“, sagt Siegfried Gutsche, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion.

Sanieren wäre keine günstige Alternative. Eine Sanierung im Bestand müsste teilweise im laufenden Klinikbetrieb erfolgen, birgt erhebliche Kostenrisiken und würde nicht in gleichem Umfang von der Landesförderung profitieren. Auch ein Verzicht auf den Neubau würde also Geld kosten.

Klima und Natur zusammengedacht. Das neue Klinikum Lübbecker Land soll ohne Erdgas auskommen und gegenüber dem heutigen Krankenhaus Lübbecke fast den gesamten CO₂-Ausstoß einsparen. Das entspricht etwa der Jahresemission von 1.400 Autos. Wir Grüne haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Wald an der Gabelhorst weitgehend erhalten bleibt.

Kein Freifahrtschein. 508 Millionen Euro sind eine enorme Summe. Finanzierung, Risiken und mögliche Belastungen für die Kommunen müssen transparent benannt und fortlaufend kritisch begleitet werden.

Was das für Porta bedeutet

Darauf haben wir schon in unserem Wahlprogramm hingewiesen: Die Kreisumlage und die Kosten der Mühlenkreiskliniken belasten auch den Haushalt unserer Stadt. Wir setzen uns deshalb für eine faire Lastenverteilung zwischen Kommune, Kreis, Land und Bund ein.

„Wir stehen hinter dem Ziel einer modernen Krankenhausversorgung im Kreis. Aber wir haben auch unseren städtischen Haushalt im Blick. Gesundheitsversorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie darf nicht über immer höhere Umlagen vor allem an den Städten und Gemeinden hängen bleiben. Hier wünschen wir uns deutlich mehr Unterstützung von Land und Bund“, sagt Marc Weber, Vorsitzender unserer Ratsfraktion.

Ihr habt Fragen?

Schreibt uns an vorstand@gruene-porta-westfalica.de. Wir geben eure Fragen gern an unsere Kreistagsfraktion weiter.

Weitere Informationen: Häufige Fragen zum Neubau auf der Seite der Mühlenkreiskliniken

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