24.04.2014 - Portaner GRÜNE bedauern den Kahlschlag am Hausberger Kurpark

Seit Ende Februar gibt es am Hausberger Kurpark ca. zwanzig alte Laubbäume weniger. Zwanzig Robinien und Eichen, die zum Teil mit 56 cm Durchmesser schon eine beachtliche Dicke hatten, fielen einem aktuellen Bauprojekt zum Opfer. Einige der hohen Laubbäume könnten wichtige Fledermausbäume gewesen sein, da im Kurpark in den letzten Jahren mindestens drei verschiedene Fledermausarten (Breitflügelfledermäuse, Zwergfledermäuse und Abendsegler) nachgewiesen werden konnten. Nach dem Abtransport der abgeschlagenen Stämme lässt sich dazu allerdings nichts mehr sagen.

Warum die Bäume im Zuge der Bauarbeiten an einem Mehrfamilienhaus am Faulensiek fallen mussten, kann man der Baubeschreibung "Wohnen am Faulensiek", welche von der  VB-Immobiliencenter GmbH -einem Tochterunternehmen der Volksbank Mindener Land- herausgegeben wird, entnehmen: "Der erste Abschnitt wird vom Faulensiek erschlossen und verfügt über einen  freien Blick ins Wesertal sowie auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal". Tatsächlich stören jetzt keine großen Bäume den Blick aus dem im Bau befindlichen Haus mehr. Erstaunt sind die Portaner Grünen aber auch über die weiteren Planungen in der Baubeschreibung, denn die VB-Immobiliencenter GmbH plant auch direkt im Kurpark auf der Wiese vor der großen Konzertmuschel ein zweites Mehrfamilienhaus zu bauen: "Der zweite Bauabschnitt wird nach Teilung des Grundstücks über den Kurpark erschlossen". Diese Aussage hört sich schon sehr konkret und in trockenen Tüchern an.

Allerdings übersieht der Bauherr, dass es für das Grundstück dieses zweiten Bauabschnitts gar keinen Bebauungsplan gibt. Es handelt sich um eine öffentliche Grünfläche, die jahrzehntelang als Kurpark von der Allgemeinheit zur Erholung genutzt wurde: Schlittenfahren im Winter, Spaziergänge entlang der blühenden Frühlingswiese, Sommerliche Konzertklänge und herbstliches Flanieren durch buntes Laub, das waren die wichtigen Aufgaben dieses Grundstücks im Kurpark.

Die Portaner GRÜNEN möchten den Kurpark weiterhin als wichtigen Erholungsraum erhalten. Sie sprechen sich gegen unnötige Bodenversiegelungen durch Straßen und Häuserbau aus. Es gibt mehr als genug leere Baugrundstücke in ganz Porta Westfalica und auch im Hausberger Zentrum gibt es viele leer stehende Häuser, die wieder modernisiert werden können. Das Portaner Planungsamt spricht seit Jahren bzgl. des kommunalen Flächenmanagements darüber, dass die Infrastruktur aufgrund der kleiner werdenden Bevölkerung zurückgebaut werden muss und da passt der Neubau von Straßen und Häusern im Kurpark überhaupt nicht ins Bild. Die Portaner GRÜNEN hoffen darauf, dass sich die Vernunft im Stadtrat durchsetzen wird und es nicht zu einem Bebauungplan für den Kurpark kommen wird.Die Portaner Grünen möchten  den Kurpark zukünftig im Rahmen eines Gesamtkonzepts als Erholungsraum für Jung und Alt weiterentwickeln und aufwerten.

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